Golfing Machine

Die Idee stammt von einem, der nie unterrichtete: Homer Kelley (geboren 1907) , Tennisspieler und Ingenieur beim Flugzeugbauer Boeing, wurde 1939 von Freunden dazu überredet, erstmalig mit auf einen Golfplatz zu gehen. Sie zeigten ihm, wie er den Schläger in die Hand nehmen mußte, zeigten ihm außerdem, wann er welchen Schläger nehmen sollte und ließen ihn spielen. Kelley ackerte sich zu einer großzügig gezählten 112 und wollte sich damit nicht abfinden. Er untersuchte die Schwungbewegungen, studierte alle verfügbaren Aufzeichnungen von Profi-Schwüngen und verglich all dies mit Regeln aus der Physik und Geometrie.

Sechs Monate später stand er wieder auf dem Platz - und spielte eine 77. Fast 30 Jahre lang widmete sich Homer Kelley dem Golfschwung, 1969 veröffentlichte er das Buch "The Golfing Machine". Heute sind seine Ideen Grundlage einer erfolgreichen Lehrmethode, die Gegenstand von Fortbildungen für PGA-Professionals in unterschiedlichsten Ländern sind.

Die wichtigsten, grundlegenden Ideen von "The Golfing Machine" lassen sich in drei Kategorien fassen:

Pressure Points: 
TGM hat vier Druckpunkte definiert, die wichtig für einen Golfschwung sind. Jeder Druckpunkt hat einen Power Accumulator, der dafür sorgt, dass der Druckpunkt effektiv eingesetzt wird. Der wichtigste Druckpunkt Nr. 3 befindet sich im Endglied des rechten Zeigefingers, der die Streckbewegung des rechten Arms über den Treffmoment initiiert.

Hitting and Swinging:
TGM kennt den Hitter (Schläger) und den Swinger (Schwinger). Hitter schlagen von oben nach unten mit dem rechten Arm auf den Ball. Swinger spielen körperbetonter in einer ausholenden Schleife. Für jeden Typus sind unterschiedliche Druckpunkte wichtig.

Hinging:
Mit den Hinges (deutsch: Gelenke, Scharniere) werden bei TGM die drei möglichen Bewegungen des linken Handrückens durch den Treffmoment bezeichnet. Sie sind enorm wichtig für die Ballkontrolle. Dabei darf die Hand nicht einknicken und genau dort keine Falten bilden, wo sich das Ziffernblatt der Armbanduhr befindet. Der "Horizontal Hinge" bezeichnet das gefühlte Überrollen der Hand, das bei langen Schlägen hilft. Beim "Angular Hinge" findet keine Rollbewegung statt, was für Präzision sorgt. Der "Vertical Hinge" gibt dem Schlag Höhe: Hier dreht sich das Handgelenk durch den Treffmoment im Uhrzeigersinn, was dem Schlag Höhe gibt. Das hilft vor allem bei Pitch- und vielen Bunkerschlägen. Ganz wichtig: Bei allen Hinges bleiben linker Arm und Schläger in einer Linie, nur das Schlägerblatt ändert seine Position.